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LMU-Chor: Von Beethoven bis "Herr der Ringe"

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Universitätschor der LMU

Im Universitätschor der LMU erarbeiten bis zu 200 Sänger neue und alte Klassiker.

Beethovens Missa Solemnis, das Deutsche Requiem von Brahms oder Mozarts Kyrie d-Moll gehören längst in sein Repertoire. Doch als ob diese Meisterwerke der Musik nicht schon schwer genug wären, wagt sich der Universitätschor der LMU München immer wieder an neue Herausforderungen: Wie wär’s zum Beispiel mit der Filmmusik zum Erfolgs-Epos "Der Herr der Ringe" oder einem wahrhaft schrägen "SingSing" moderner Klassiker des 20. und 21. Jahrhunderts - begleitet von Piano Possibile, dem Münchner Esemble für neue Musik und Gewinner des Bayerischen Kunstförderpreises 2007.

Chorleiter Johannes Kleinjung ist es ein Anliegen, immer wieder auch neue Wege zu gehen. Dafür reist Kleinjung, der den Chor seit 2003 nebenberuflich dirigiert, immerhin einmal pro Woche aus Bad Hersfeld an, wo er Kantor einer Kirchengemeinde ist. Das Besondere am Münchner LMU-Chor: Es müssen bis zu 200 Sängerinnen und Sänger gezähmt werden. Das schafft ungeahnte Klang-Möglichkeiten, bedeutet aber auch viel Arbeit.

Aufgrund der zahlreichen Studenten ist die Fluktuation im Chor ziemlich hoch. Es gibt also kein festes Repertoire. Die Sänger müssen sich alle Werke neu erarbeiten. An Zulauf mangelt es Chorleiter Kleinjung jedoch nicht: Jedes Semster melden sich bis zu 160 Aspiranten, die auch mitsingen wollen. Nach dem Probesingen, der einzigen Aufnahmeprüfung, muss sich der Dirigent entscheiden, wer gut genug ist. Wichtigste Voraussetzungen: Notenkenntnisse und eine regelmäßige Teilnahme an den wöchentlichen Proben. Nicht-Studenten sind übrigens auch willkommen.

Daniela Klotz ist zum Beispiel erst nach ihrem Uni-Abschluss dazugestoßen. "Der Chor ist ein perfekter Ausgleich neben dem Job. Wenn ich am Abend zur Probe gehe, wird mein Kopf erst wieder so richtig frei", sagt die Sozialpädagogin. Obwohl sie immer viel Musik gemacht hat, konnte sie es kaum glauben, als sie das Vorsingen erfolgreich bestanden hatte. "Natürlich kann man sich in einem so großen Ensemble auch leichter verstecken", sagt die Altistin. "Aber in erster Linie ist es eine besondere Ehre und jeder will 100 Prozent geben."

Und es geht nicht nur ums Singen: "Wir treffen uns auch nach den Proben, machen Chor-Wochenenden und Auslandsreisen", sagt Daniela, und sie betont: "Wo sonst kann man so leicht so viele neue Leute auf einmal kennenlernen wie in einem 200 Mann Chor!"

Stefanie Gentner

Wer mitsingen möchte, muss zunächst in der ersten Probe des neuen Semesters (erster Dienstag der Vorlesungszeit, 19 Uhr, Kleine Aula, LMU Hauptgebäude) teilnehmen und das Geübte nach der Probe in der darauffolgenden Woche dem Dirigenten Johannes Kleinjung vorsingen.

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derniere modification: Montag 2. Februar 2009

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